29. November 2008
 Mädchenteam fährt zur Deutschen und Jungen werden Dritter

Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Jugend unter siebzehn Jahren in Leinfelden erreichten die Mannschaften des JudoTeam Steinheim ihre Ziele. Silber und damit die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften in Hamburg für die Mädchen und Platz drei für die Jungen.

Die Mädchen strebten die Finalteilnahme an, immerhin hatten sie drei Deutsche Meisterinnen und mit Stephanie Aschenbrenner eine weiter Medaillengewinnerin dieser Meisterschaft in ihren Reihen. Mittlerweile kämpfen fast alle eine Klasse höher als im Frühjahr, aber dies sollte nicht das Problem sein. Wichtiger war es, das Fehlen einer Starterin in der Gewichtsklasse über siebzig Kilogramm zu kompensieren und auch die Klasse bis siebzig Kilogramm war mit Karen Hoffmann, die Judo als reinen Freizeitsport betreibt, nicht optimal besetzt. Verstärkung hatten sich die Steinheimer aus Reutlingen geholt – Regina Mosch von der Sportschule Kustusch besetzte die Klasse bis 57 Kilogramm und war eine gute Ergänzung.

Für Steinheims Mädchen war ein Gruppensieg wichtig, damit man nicht gleich im Kampf um den Finaleinzug auf den Favoriten, den TSV München-Großhadern traf. Mit einem 5:2-Sieg gegen den FC Schweitenkirchen starteten sie optimal in das Turnier.

Im Kampf um den Gruppensieg gegen die SG Eltmann wurde es brenzlig, Carina Sommer (bis 52 Kilogramm) ließ sich von einer Kontertechnik überraschen und Karen Hoffmann (bis 70 Kilogramm) unterlag ebenfalls vorzeitig. Alessa Sommer (bis 44 Kilogramm) holte den ersten Punkt nach Steinheim, bevor das Team wieder einen Punkt abgeben musste; diesmal kampflos in der Klasse über siebzig Kilogramm. Nun durfte man keine Begegnung mehr verlieren, um den 1:3-Rückstand aufzuholen. Stephanie Aschenbrenner (bis 48 Kilogramm) schaffte einen knappen Arbeitssieg und Petra Lintzen (bis 63 Kilogramm) brachte mit ihrem vorzeitigen Sieg den Ausgleich. Alles hing vom letzten Kampf ab. Regina Mosch zeigte sich nervenstark und holte sich den Sieg durch einen Hüftfeger.

Im Kampf um den Finaleinzug gegen den TB Weiden starten die Steinheimerinnen mit der gleichen schlechten Konstellation: Niederlagen von Carina Sommer und Karen Hoffmann, ein Sieg von Alessa Sommer und die kampflose Abgabe eines Punkts. Bei einem 1:3-Rückstand begann die Aufholjagd wieder bei Aschenbrenner und den Punkteausgleich erkämpfte Lintzen. Die Finalteilnahme und die damit verbundene Qualifikation zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft wurde mit dem Sieg von Regina Mosch zum 4:3, gesichert.

Im Finale traf man wie erwartet auf den TSV München-Großhadern. Hadern hatte das Fremdstartkontingent von drei Fremdstartern voll ausgeschöpft und hatte sich mit drei Starterinnen der Jugendeuropameisterschaften optimal verstärkt. Carina Sommer unterlag der drittplazierten der EM, Maria Ertel und Hoffmann war chancenlos gegen Lina Stoltenberg. Jeweils kampflos wurden die beiden nächsten Punkte vergeben, Alessa Sommer für Steinheim und Europameisterin Zitta Notter für Bayern. Gegen die Europameisterin Nicola Weiglein musste Stephanie Aschenbrenner durch einen Würgegriffansatz vorzeitig die Segel streichen und somit war für Steinheim eine Niederlage nicht mehr abzuwenden. Petra Lintzen holte noch einen Punkt für das JudoTeam und die Niederlage von Regina Mosch war dann auch nicht mehr relevant. Silber für das JudoTeam Steinheim.

Wenn bei den Deutschen Meisterschaften alles optimal läuft, möchte das JudoTeam Steinheim auch dort nach einer Medaille greifen. Das Potential dazu haben sie.

Für die Jungen war es rechnerisch nahezu unmöglich, sich ein Ticket nach Hamburg zu erkämpfen, aber Platz drei war bei optimalem Verlauf realistisch. Für ihr Ziel mussten die Jungs Platz eins oder zwei in der Gruppe erkämpfen. Mit einem 4:3 gegen den SG Eltmann legten sie einen guten Grundstock, aber nach einer 2:5-Niederlage gegen den PSV Karlsruhe musste im letzten Gruppenkampf ein Sieg her.

Gegen die zweite Mannschaft des TSV München-Großhadern war es eine machbare Aufgabe. Mit einem 5:2-Sieg zog Steinheim ins Halbfinale ein. Dort wartete die erste Mannschaft der Großhaderner, die sich auch bei den Jungs mit drei Fremdstartern verstärkt hatte. Den einzigen Punkt erkämpfte Steinheims einziger Fremdstarter Lezama Schneider vom JSV Tübingen. Das Steinheimer Jungenteam war stolz auf die Bronzemedaille, hatten sie doch als Verein das Optimum erreicht.

Im Aufgebot des JudoTeam Steinheim standen: Steffen Hoffmann, Sebastian Wörner, Tillmann Walter, Tobias Lintzen, Lorenz Kramer, Lezama Schneider, Oliver Kästle, Max Schenk und Anil-Kaan Bozkurt.