25. Oktober 2008
 Sechsmal Edelmetall für Steinheimer Judoka bei den Süddeutschen

Bei den Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Jugend unter vierzehn Jahren in Eppelheim erkämpften die Judoka vom JudoTeam Steinheim einen Titel durch Rebeccca Bräuninger (bis 52 kg), dreimal Silber mit Simon Lay (bis 37 kg), Guido Kramer (bis 46 kg) und Larissa Wörner (bis 40 kg), sowie zwei dritte Plätze durch Norman Kästle (bis 50 kg) und Maila Sommer (bis 36 kg). Damit war das JudoTeam Steinheim mit dem VfL Sindelfingen der erfolgreichste Verein dieser Meisterschaft, gefolgt vom TSV München-Großhadern.

Am ersten Tag gingen die Jungen an den Start und Simon Lay legte schon einmal vor. In seinem ersten Kampf zwang er Tom Renz vom DJK Eppelheim vor heimischen Publikum mit Armhebel zur Aufgabe. Gegen Carlos Braun vom JSV Tübingen kam er mit großer Außensichel zum Erfolg. Im Kampf um den Finaleinzug zwang er seinen Gegner wiederum mit Armhebel zur Aufgabe. Diesmal war es kein Geringerer als der bayerische Meister, Dominik Ennerst vom TSV Abensberg. Im Finale machte das Steinheimer Judotalent den ganzen Kampf, schade das er am Mattenrand einmal die Übersicht verlor und sich auf den Hintern setzte. Dies brachte Pascal Benning vom SC München eine kleine Wertung, die Lay nicht mehr aufholen konnte.

Guido Kramer brannte in seinen ersten beiden Kämpfen ein wahres Wurffeuerwerk ab. Gegen Tobias Knell vom JC Offtersheim und den badischen Meister Tobias Fidler vom TV Heitersheim erzielte er insgesamt sieben Wertungen und das mit unterschiedlichen Wurfansätzen. Im Kampf um den Finaleinzug gegen den Jan-Michael Brendel vom SV Fellbach gelang ihm das nicht. Trotz aktivem Kampf erzielte er keine Wertung gegen den Fellbacher. Nach Verlängerung des Kampfes entschieden sich die Kampfrichter eindeutig für Kramer als den Aktiveren. Im Finale gegen den bayerischen Meister, Maximilian Strauß vom PSV Bamberg, stand die Strategie fest - immer mit beiden Händen zufassen und gegen den Schulterwurfspezialisten keinen Schritt vorwärts. Über lange Zeit gelang es Kramer, diese Linie zu kämpfen, aber dann wurde er ungeduldig und der Fehler passierte. Kramer gab für einen Schulterwurf eine Wertung ab und wurde Zweiter.

Norman Kästle startet mit einem Haltegriff gegen Simon Brahimi vom FT Freiburg in die Meisterschaft. Gegen Sergej Kosenko vom KSV Esslingen bekam er nach hartem Kampf den Sieg durch Kampfrichterentscheid zugesprochen, weil er in diesem Kampf eindeutig mehr Wurfansätze gemacht hatte. Gegen den bayerischen Meister Nikita Schönberger vom TSV Abensberg zeigte Kästle taktisch keine Glanzleistung, immer wieder ließ er sich von dem Abensberger an den Mattenrand drängen und brachte sich in gefährliche Situationen und schließlich erwischte sein Gegner ihn mit einer Technik nach hinten. Im Kampf um Platz drei machte es Kästle erneut spannend. Durch eine Selbstfalltechnik von Paul Bobert vom SV Fellbach geriet er in Rückstand; mit einem Hüftfeger sicherte sich Kästle schließlich nach hohem Kampfeinsatz die Bronzemedaille.

Für Peter Brück (bis 60 kg) war das Niveau einer Süddeutschen Meisterschaft noch zu hoch. Brück musste an diesem Tag zwei Niederlagen einstecken.

Die Mädchen waren am zweiten Tag am Start. Dabei hatte das JudoTeam Steinheim fünf Mädchen im Rennen. Maila Sommer startete mit einem Sieg gegen Fabienne Huber vom JZ Wutöschingen durch Haltegriff bevor sie gegen die badische Meisterin Jessica Lutz vom BC Offenburg ebenso zum Erfolg kam. Im Kampf um den Finaleinzug war sie sich vielleicht eine Nummer zu sicher. Gegen Angelina Golub vom TSB Ravensburg hatte sie bei den Württembergischen souverän gewonnen. Gleich der erste Wurfansatz von Sommer wurde von der Ravensburgerin gekontert und für die Steinheimerin blieb nur das kleine Finale. Dort sicherte sie sich Platz drei gegen Philine Falk vom TSV München Großhadern mit einem Hüftwurf.

Larissa Wörner schaffte den Einzug ins Finale - gegen Meike Herzel vom JSV Würm mit Haltegriff, einem Kampfrichterentscheid gegen Maxi Rautenstrauß vom TSV Grafing sowie einem Sieg über die bayerische Meisterin Michelle Hürzeler vom TS Jahn München durch eine mittlere Wertung für eine große Außensichel. Nach hartem Kampf unterlag sie im Finale der badischen Meisterin Selina Dietzer vom TV Mosbach durch einen Hüftwurf.

Rebecca Bräuninger war an diesem Tag die dritte Steinheimerin, die nach einer Medaille greifen konnte. Klar zog sie mit vorzeitigen Siegen über Ann-Katrin Mangold vom JZ Wutöschingen, Julia Schneider vom JSV Tübingen und Pia Brenneisen vom PSV Bamberg mit Innenschenkelhüftwurf und Haltetechnik ins Finale ein. Im Endkampf gegen Lorena Vodermeier vom TSV München-Großhadern erzielte sie ebenfalls mit ihrer Spezialtechnik eine hohe Wertung. Eine Schrecksekunde gab es, als ein Wurfansatz Bräuninger von der Münchnerin übernommen wurde und der Kampfrichter einen vollen Punkt anzeigte. Das Steinheimer Judotalent war allerdings nicht komplett auf dem Rücken gelandet und der Wurfansatz wurde nach dem Eingreifen des Hauptkampfrichters niedriger bewertet. Bräuninger ließ nun nichts mehr anbrennen und wurde überlegen Süddeutsche Meisterin.

Juliane Walter (bis 33 kg) stand nach einem Sieg schon mit einem Bein im Halbfinale. Ihrer zweiten Kampf führte sie sehr dominant, ließ sich dann allerdings von einem Armhebelansatz überraschen. Walter kämpft normalerweise noch eine Altersklasse tiefer, dort sind Hebeltechniken noch nicht erlaubt. In der Trostrunde hatte sie gleich noch einmal Pech; nach einem weiteren Sieg verpasste sie den Einzug ins kleine Finale. Schon in Führung liegend rollte sie zwanzig Sekunden vor Kampfende noch über einen Schulterwurfansatz und wurde letztendlich siebte.

Mithalten konnte Thaddäa Hafner an diesem Tag noch nicht. Trotz großer Anstrengung schied sie mit zwei Niederlagen vorzeitig aus der Meisterschaft aus.

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