22. Juni 2008
 Dritter Platz für JudoTeam Steinheim

Bei den Württembergischen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend unter zwölf Jahren in Fellbach erkämpfte sich die Mädchenmannschaft vom JudoTeam Steinheim Bronze. Die Jungen landeten mit Platz sieben noch auf den vorderen Rängen ihrer höchsten Meisterschaft.

Die Jungen verschliefen ihren Auftaktkampf gegen den JC Balingen und mussten gleich in die Trostrunde. Dort besiegten sie den JV Nürtingen mit 4:2, bevor sie den Einzug ins kleine Finale verpassten. Wie schon bei den Nordwürttembergischen wurden sie knapp mit einem 3:4 vom KSV Esslingen gestoppt und landeten damit auf Platz sieben im Wettbewerb der besten sechzehn Vereinsmannschaften.

Die Mädchen starteten mit einem klaren 4:1-Auftaktsieg gegen den SV Winnenden. Wie schon bei den Nordwürttembergischen Meisterschaften hatte das junge Team einige Handicaps - nicht alle Klassen konnten optimal besetzt werden und so mussten gleich drei Kämpferinnen eine Klasse höher antreten. Bei Juliane Walter waren es fast zwei Klassen. Die 31-Kilo-Kämpferin wurde mit 31,3 kg in die Klasse bis 34 kg eingewogen und startete für ihr Team dann sogar bis 38 Kilogramm. Diese Aufgabe bestand sie bravourös. Sie ging in keinem ihrer Kämpfe mit einer Niederlage von der Matte.

Den Finaleinzug verpasste das JudoTeam Steinheim gegen den KSV Esslingen mit einem knappen 3:4. In den vorhergehenden Meisterschaften hatten die Kämpfer von der Murr noch die Nase mit einem 5:1 vorne. Esslingen hatte etwas umgestellt und noch eine Kämpferin mehr auf der Matte und sicherte sich nach spannenden Kämpfen die Finalteilnahme.

Im kleinen Finale gegen die TSG Backnang wurde es für Steinheim nochmals spannend. Annika Bräuninger erkämpfte, in der für sie höheren Klasse bis 42 kg, ein Unentschieden. Bis 46 kg wurde nicht ausgetragen, Backnang hatte keine Kämpferin in dieser Klasse und Leonie Hunker war für Steinheim über 46 kg aufgestellt. Lena-Sophie Rehn wollte etwas gut machen - sie hatte ihren Kampf gegen Esslingen nach Führung noch abgeben müssen. Mit einem blitzsauberen Hüftwurf kam sie in der auch für sie höheren Klasse bis 34 kg nach wenigen Sekunden zum Erfolg und brachte Steinheim in Führung. Jana Scheffold, bis 28 kg, legte sich etwas unglücklich in einen Haltegriff. Ebenfalls mit einem Hüftwurf punktete Leandra Sommer. Von ihrer Gegnerin ließ sich Leonie Hunker überraschen. Eigentlich wollte sie die über zehn Kilogramm schwerere Backnangerin etwas ins Schwitzen bringen, lief aber zu Anfang gleich in einen Hüftwurfansatz. Einen kämpferisch starken Kampf zeigte Juliane Walter, gegen die körperlich weit überlegene Kämpferin in der Klasse bis 38 kg. Trotz großer Anstrengung gelang es ihr nicht zu punkten und so stand es nach allen Begegnungen 2:2, mit einer Unterbewertung von 20:20.

Das Reglement schreibt vor, das ein unentschiedener Kampf wiederholt wird. Die Klasse bis 42 kg wurde ausgelost und so musste Annika Bräuninger nochmals auf die Matte. Bräuninger gab alles und wenige Sekunden vor Kampfende wurde sie zur Matchwinnerin. Durch einen Hüftwurfansatz wurde sie mit einer mittleren Wertung belohnt. Mit 3:2 sicherte sich Steinheim nach einem Judokrimi verdient die Bronzemedaille.

Die Steinheimer Mannschaften:
männlich – Leander Audehm, Dominik Dötterer, Julian Harnoß, Jannik Wanke, Moritz Huber, Nicolai Krebs, Lucca Dötterer, Timon Müller und André Schmidt
weiblich – Jana Scheffold, Laura Walouch, Lena-Sophie Rehn, Leandra Sommer, Juliane Walter, Annika Bräuninger und Leonie Hunker